Welches CMS passt zu meinem Unternehmen?

Wordpress, Joomla oder doch lieber ohne CMS?

Die Frage stellt man sich spätestens, wenn es um die Erstellung einer neuen Internetpräsenz bzw. Website geht: Welches CMS passt am Besten zu meinem Unternehmen? Sicherlich, der in Auftrag gestellter Webdesigner oder die angeheuerte Agentur kommt oft mit eigenen Vorschlägen. Jedoch auch gerne mit einem selbst entwickeltem Content Management System, was oft zu einer gewissen Gebundenheit zum Medien-Unternehmen führt.

Nachtrag: Es ist natürlich völlig legitim, das selbst erstellte CMS der gewünschten Agentur zu nutzen! Schließlich haben sich die Branchen-Kollegen auch Etwas bei gedacht.

Die gängigsten Content Management Systeme

Internet-Seiten mit der .de-Endung (also in der Regel Websites mit Sitz in Deutschland oder zumindest primär deutscher Sprache) gibt es aktuell über 16 Millionen (Quelle:Statistika) wovon im Schnitt ein Drittel über WordPress laufen. Rechnet man nun noch alle Internet-Seiten ohne CMS weg (50% mit CMS, 50% ohne CMS), steigt die Nutzung auf 60%! Also mehr als die Hälfte aller dynamischen Webpräsenzen laufen über WordPress.

Mit großem Abstand rangiert Joomla mit ca. 6,5% Teilhabe aller CMS-Websites auf Platz Zwei. Der Erfolg von WordPress ist leicht erklärt: Es ist einfach und sinnvoll strukturiert, leicht verständlich und kostenlos. Aber der vermutlich größte Überzeugungsfaktor ist die Community – es gibt fast Nichts, was es nicht als Plugin gibt. Einziger Nachteil: Die komplexe Umstrukturierung zur Mehrsprachigkeit. Hier hat allerdings kaum ein CMS eine adäquate Lösung, bis auf Typo3 aufgrund der Flexibilität.

Online-Shops – kostenpflichtige Software oder auf Vendor-System setzen?

Die Sparte von Online-Shops birgt für Unwissende oft eine gewisse Kostenfalle. Schnell kann eine Magento-Lizenz in den vierstelligen Betrag schießen, ohne überhaupt einen Bruchteil der gekauften Leistungen in Anspruch zu nehmen. Hier gelten die Fragen: Was brauche ich im Online-Shop, was möchte ich verkaufen oder wer soll die Verwaltung übernehmen?

Sprechen wir von 5-10 verschiedene Produkte ohne großartige Variation, bieten sich sogenannte Vendor-Systeme an. Dort bezahlt man eine monatliche Gebühr und erhält ein bereitgestelltes Verwaltungssystem auf einem externen Server. Shopify gilt als sehr beliebt aber auch die Plattform Bandcamp bietet tolle Möglichkeiten für unabhängige Künstler.

Sind es doch eher 50 Produkte mit verschiedenen Variationen, etwa 10 verschiedene Farben plus 5 Größen und in Kombination mit Rabatten bei Stückzahlen, vielleicht noch Cross-Selling, etc. …sollte zuerst ein fähiger Programmierer gesucht werden und in Absprache entweder Gambio oder bei noch größeren Projekten (auch mit Landing-Pages) sogar Magento betrachtet werden.

Auf CMS komplett verzichten

Haben Sie nur eine einzige Seite – vielleicht noch 2-3 Unterseiten – kann auch auf ein CMS verzichtet werden. Dies spart Zeit in der Entwicklung und vor Allem auch die Kosten. Jedoch ist die Verwaltung mit HTML, CSS und Javascript unumgänglich. Überlegen Sie also gut, ob Sie sich gegen ein CMS entscheiden. Übrigens macht es kaum einen Unterschied für die Suchmaschinenoptimierung, ob Sie ein CMS nutzen oder nicht.